Heimatverein Pätz e.V.

Zempern 2020

trus ist unser Verbündeter, das hat er mal wieder bewiesen. Schon seit vielen Jahren können wir uns auf ihn verlassen! Auch wenn die Wettervorhersagen einige Tage vor dem 15. Februar angsteinflößend waren, verbesserten sich die Aussichten von Tag zu Tag. Zwischen einem stürmisch-nassen Freitag und einem nassen, wenn auch warmen Sonntag, lag Samstag – unser Zempertag. Trocken, mild, sogar die Sonne guckte heraus!

Entsprechend gut gelaunt strömten die aktiven Zemperer zu 9 Uhr aus allen Richtungen zum „Lindenhof“, unserem traditionellen Treffpunkt. Petra Progorzalek und ihr Kameramann vom Sender KW erwarteten uns schon, ebenso wie unsere „Haus- und Hofkapelle“ um Klaus Zippan. Als das Startfoto im Kasten und die erste Tanzrunde gedreht waren, schlugen wir die altbekannte Route ein. 70 bunt und phantasievoll verkleidete große und kleine Pätzer – so viele waren wir noch nie! Als wir die Dorfaue erreichten, stießen noch einige Zemperer zu uns. So waren wir weder zu übersehen noch zu überhören und viele Türen wurden geöffnet. Man wartete schon auf uns und reichte Kuchen und Brötchen, kalte und heiße Getränke. So mancher Euro wurde in unsere Sammelbüchsen gesteckt. Dafür gab es ein Tänzchen mit dem Kopfgeldjäger, Mary Loo aus dem Saloon, dem Kardinal, der Eisprinzessin oder Iwan, dem Kosaken – ganz nach Wunsch. Danach stießen wir mit Kirschlikör auf die Gesundheit an oder es gab etwas Süßes als Dankeschön und wir zogen weiter. Mittags, nachdem wir das Dorf belaufen hatten, fielen wir dann hungrig und sehr fussmüde im Schrobsdorff-Haus ein. Dort hatten unsere lieben Futterfeen ein tolles Buffet gezaubert. Verschiedene belegte Brötchen, Erbsensuppe und Wiener, alles dekoriert wie im Hilton. Die Lebensgeister rappelten sich schnell wieder auf und eine Abordnung Zemperer fuhr mit der Kapelle zur Fernstraße. Seit 4 Jahren ist es Tradition, auch diese „entlegene Enklave“ zu besuchen. Nach einer knappen Stunde waren wir zurück und der ganze Zug machte sich auf den Weg zur Siedlung. Auch dort warteten viele Pätzer auf uns. Nun waren wir nicht mehr so zahlreich, da uns mittags immer die Familien mit den Minis wegen des Mittagsschlafes verlassen. Aber die Stimmung war ungetrübt. Bei Werners verwöhnte man uns mit einer leckeren Gemüsesuppe und kurz bevor wir die Siedlungsrunde beendeten, gab es bei Tabberts Schmalzgebäck und Kaffee – wie jedes Jahr. Kurz nach 17 Uhr dann liefen wir Richtung „Lindenhof“, unserem Ausgangs-und Zielpunkt. Es war ein längerer Zempertag als sonst, was zum Teil dem Schuhwerk der Frontleute geschuldet war, denn Westernstiefel trägt man beim Reiten und nicht während eines 16 km-Marsches! Wieder was gelernt….

Alles in allem aber war es wieder sehr schön. Dank der Großzügigkeit der Pätzer können wir unsere nächsten Veranstaltungen finanziell abdecken. Herzlichen Dank allen Spendern dafür! Toll auch, dass so viele junge Familien mit ihren Kindern aktiv teilnehmen, denn irgendwann ist Zempernachwuchs gefragt, der unsere Tradition weiterführt. Das Zempern leistet einen großen Beitrag zum Gemeinschaftsgefühl im Dorf. An jedem Gehöft, an dem wir empfangen werden, gibt es ein nettes Gespräch, gute Wünsche, Verabredungen und Anregungen, man tanzt und sieht sich mal wieder. Die Truppe der Zemperer verbringt etliche Stunden miteinander, man hat viel Gelegenheit Neues auszutauschen, bevor der Tag abends mit einer After-Zemper-Party im „Lindenhof“ vergnüglich ausklingt. Das Zemperwochenende ist immer, besonders für den aktiven Kern, ein Marathon. Vor- und Nachbereitung erfordern ja auch noch Zeit. Trotzdem macht es Spaß und wenn dann die Füße nicht mehr weh tun, der Kater auskuriert und das Equipment wieder an Ort und Stelle ist, freut man sich auf´s nächste Mal.

Britta Beyer (HV Pätz)

Quelle: KW TV

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