Heimatverein Pätz e.V.

Natur

Pätzer Vorder- und Hintersee:

Der flächenmäßig kleinere und „vorn“, d.h. an der Ansiedlung liegende, Vordersee ist durch eine enge Durchfahrt, den „Strom“ bzw. „Liepegraben“, mit dem Hintersee verbunden. In den Vordersee ragt der Hörning, eine Halbinsel.

Nach dem Verlassen der B 179 Richtung Pätz-Dorf passiert man nach kurzer Zeit den Badestrand des Pätzer Vordersees, der besonders bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Es gibt einen tollen neuen Spielplatz, und der Weg in das tiefe Wasser ist ziemlich lang. Wer früh am Morgen, bevor im Sommer der Trubel beginnt, ganz leise die Natur beobachtet, kann schon mal einen Biber oder Eisvogel entdecken. Hin und wieder kreist auch der Seeadler.

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Die vom Dorfplatz abgehende „Seestraße“ führt zu einem heute nicht mehr zugänglichen Uferbereich, der der Durchfahrt vom Vordersee zum Hintersee gegenüber liegt. Bis 1945 existierte an dieser Stelle die älteste Gaststätte von Pätz, der“Hundertjährige“. Von dort wurden auf den Ruf „Hol über“ die mit der Eisenbahn aus Berlin angekommenen Sommerfrischler per Kahn von der Bestenseer Seite abgeholt.

Die Bootspassage des Verbindungskanals zum Hintersee gibt einem das Gefühl, in den Mangroven-Wäldern oder wenigstens einem Teil des Spreewaldes unterwegs zu sein. Wären da nicht die Reusen des Fischers, hätte man den Originaleindruck unberührter Natur. Auf der linken Seite liegt der Ortsteil Liepe. Am Ende des Kanals angekommen, öffnet sich einem der Blick auf den Hintersee.

Im Hintersee gibt es eine Insel, den „Großen Horst“. Er ist Brutstätte für zahlreiche Reiherpärchen.

Tonsee:

Aus Königs Wusterhausen kommend, liegt kurz hinter dem Ortseingangsschild Pätz auf der linken Seite der B 179 der Tonsee.

Dieser entstand aus dem ehemaligen Tonabbaugebiet der Ziegelei Heise & Schrobsdorff. Bis in die 1940er Jahre wurde dort der Ton für die Ziegelbrennerei gewonnen. Der heutige Badesee hat abbaubedingt ziemlich steile Ränder und ist deshalb eher für Schwimmer geeignet.

Naturschutzgebiete:

Pätz liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet „Dahme-Heideseen“.Ganz in der Nähe befinden sich die drei Naturschutzgebiete: Radeberge, Dubrow und die Pätzer Kiesgruben.

Die Dubrow ist im Landkreis Dahme-Spreewald das größte Naturschutzgebiet. Sie ist das Kernstück des Naturparks Dahme-Heideseen und gekennzeichnet durch ein großes Vorkommen an bis zu 300 Jahre alten Stieleichen. Vor 45 Jahren belegen Fotodokumente von W. Purann das Vorhandensein eines großen Reiherhorstes. Vermutlich haben die Vögel durch ihren Kot die Eichen zum Sterben gebracht und so ihr Brutgebiet vernichtet.

Auf den zahlreichen Radwegnatur-4en kann man das Gebiet erkunden und dem „Haus des Waldes“ sowie den KieZ’en „Hölzerner See“ und „Frauensee“ (s. Ausflugsziele) einen Besuch abstatten.

Die „Pätzer Kiesgruben“ sind das alte Kiesabbaugebiet, in dem sich die Natur die Abbaufläche zurückerobert. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich eine große Artenvielfalt in und um die Wasserlöcher angesiedelt. Leider ist das Crossfahren in der Kiesgrube sehr beliebt geworden. Was den Fahrern, zugestandenerweise, Spaß macht, schadet der Natur massiv. Vielleicht könnte man beiden gerecht werden, indem  ausgewiesene Gebiete der Kiesgrube den Crossfahrern überlassen werden. Im motorfreien Teil hätten dann Flora und Fauna das Sagen.

Die „Radeberge“ sind ein Gebiet mit alten Mischwaldbeständen, Moorgesellschaften und dem „Paddenpfuhl“ als Restgewässer.