Heimatverein Pätz e.V.

Geschichte

Vor 512 Jahren wurde in einem Kaufbrief das Dörfchen „Petze“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Für die Ableitung des Namens „Pätz“ gibt es verschiedene Vermutungen: entweder aus dem Slawischen „pec“, was „Höhle“ oder „Grotte“ bedeutet und das Runddorf beschreiben könnte oder von der slawischen Bezeichnung für Sand (pesk), was auf die Bodenbeschaffenheit (Pätz ist eingebettet in ein Endmoränengebiet) zurückgehen könnte.

Bis 1805 änderte sich die Ortsbezeichnung mehrmals (Peetz, Petze, Pätsch, Phaetz, Paetz), wurde seitdem aber beibehalten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Städter begannen, in die Sommerfrische zu fahren, sprach man auch vom „Seebad Pätz“. Zu dieser Zeit gab es in jedem Gasthof und auf vielen Höfen Fremdenzimmer. Bei Ausgrabungen auf dem Grundstück der Familie Kirsche wurden 1975 Scherben verschiedener Krüge und Tiegel als Beweis einer menschlichen Ansiedlung gefunden, die auf 1350-1550 datiert werden konnten. Vom Beginn der Besiedelung (vermutlich schon im 10. Jahrhundert) bis in das 20. Jahrhundert lebten unsere Vorfahren vom Fischfang und der Landwirtschaft. Ende des 19. Jahrhunderts wurden bedeutende Tonvorräte erschlossen, die u.a. in der 1906 gegründeten Ziegelei Heise & Schrobsdorff zu Ziegeln verarbeitet wurden. Der Tonsee an der B 179, eines der beliebten Badegewässer in der Umgebung, zeugt noch vom Tonabbau. Im Zuge des Baubooms in den Großstädten Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Export von Kies über den Wasserweg von Dahme und Spree nach Berlin. Noch heute wird in der Pätzer Kiesgrube Kies abgebaut.

Ausführliche Betrachtungen zur Pätzer Historie sind nachzulesen in der Jubiläumsbroschüre „500 Jahre Pätz“ von Brigitte und Klaus F. Lehmann-Dreistadt.