Heimatverein Pätz e.V.

Erhaltungspflege der Mate

Die Pätzer bezeichnen das seeseitige Waldstück zwischen Strand und den ersten Häusern der Lindenstraße als Mate.

„Niemand konnte mir erklären, woher der Begriff „Mate“ eigentlich stammt. So hatte ich im Internet gestöbert und wurde im „Altdeutschen Handwörterbuch“ aus dem Jahre 1876 fündig: „Mate = Wiese“. Es ist zu vermuten, dass dieser Bereich früher eine Wiese war, bevor er den heute gewaltigen Baumbewuchs aufwies. Der Baumbestand war in früheren Zeiten nicht so üppig wie heute, es wurde viel Holz zum Feuern benötigt.“

– Wolfgang Purann

Die Mate wird einerseits durch den Pätzer Vordersee, andererseits durch den Rad-und Fußweg an der Lindenstraße begrenzt. Gegenüber befindet sich das „Café am See“ von Dagmar Garske. Bestandteil der Mate am Wasser ist die Kahnstelle.

Den Bewuchs bilden vor allem große alte Eichen, Kastanien, Birken und einige kleine Nadelbäume. Auf dem Boden und an den alten Bäumen rankt Efeu. Richtung Dorf gibt es zahlreiche ziemlich große Rhododendrenbüsche, die im Mai mit ihrer Blütenpracht erfreuen. Gepflanzt hat sie vor fast 50 Jahren Gustav Schmidt, dem das unmittelbar an die Mate grenzende Grundstück gehörte.

Wie überall siedelte sich auch hier über die vielen Jahre Wildwuchs wie Traubenkirschen, Erlen und verschiedene Sträucher an, die im Laufe der Zeit  die Sicht auf den See versperrten, da sie schnell groß wurden. 2012 regte Hardy Pöschk, damals Ortsbeiratsmitglied, an, in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und der Feuerwehr die Mate aufzuräumen und freizuschneiden. Dem Aufruf folgten so viele Pätzer, dass wir am 3.März 2012 sowohl unseren geplanten Arbeitseinsatz auf dem Friedhof und zeitgleich den Subbotnik in der Mate schultern konnten. Das Gesträuch wurde mit Bully und einigen Hängern gleich zum Feuerplatz für das Osterfeuer gebracht. Bis zum Nachmittag schafften wir die halbe Fläche und es war klar: wir machen an einem zweiten Termin weiter, denn das Ergebnis war sehenswert! Man hatte wieder den freien Blick auf die Bucht.

So bürgerten sich jährliche Arbeitseinsätze ein. 2014 hatten wir dann einen großen Schredder dabei und verteilten die Späne auf dem vorhandenen Weg. Unter Einsatz von Kettensägen, Freischneidern und vielen fleißigen Händen arbeiteten wir uns bis zum Strand durch. Wir schworen uns, das Gebiet nicht wieder verwildern zu lassen, aber nachdem wir auch noch den Radweg in zwei Subbotniks vorangebracht hatten, war die Luft raus. 2015 und 2016 fanden keine Mate-Einsätze statt. Im Herbst 2017 drängte dann Jürgen Ostländer darauf, unser Werk wieder auf zu nehmen. Der Heimatverein rief zum Arbeitseinsatz auf. Wie von den Pätzern nicht anders zu erwarten, fanden sich am 11.11.17 um die 30 große und kleine Helfer ein. Es wurden private Freischneider, Kettensägen und diverse Gartengeräte mitgebracht. Die Firmen „Baumontagen Harald Bergter“ und „Hausmeisterservice Peter Wüstenberg“ stellten ebenfalls ihr Equipment zur Verfügung, einen großen Schredder bekamen wir vom Firma „Xtremworker“. Eine ganze Truppe kämpfte sich sehr effektiv durchs Unterholz, so dass die gärtnerische Tätigkeit schon um 11 Uhr erledigt war. Gut so, denn Steffi Brettschneider hatte für unser leibliches Wohl gesorgt. Pünktlich um 11.11 Uhr bissen wir in die selbstgebackenen Pfannkuchen. Wir fütterten noch bis 14 Uhr den Schredder, dann war das Geäst weg und die Mate geputzt. Nun steht der Termin fest im Jahresplan des HV: jährlich im Herbst. Wer Zeit und Lust hat, ist gern gesehen. Der genaue Termin wird an den schwarzen Brettern bekannt gegeben.